Unechte Teilortswahl abgeschafft

Veröffentlicht am 28.01.2018 in Kommunalpolitik

Lothar Kante zur Gemeinderatssitzung am 20.12.2017: Durch den Druck der Kreisreform im Jahr 1974 ist aus 3 selbstständigen und selbstbewussten Dörfern eine Verwaltungseinheit geformt worden. Man war plötzlich nicht mehr "Ort", sondern Teilort. Das nagt am Selbstbewusstsein.

Ich war nicht dabei, glaube aber, es war nicht unbedingt  eine Liebesheirat. Man hatte keine wirkliche Wahl und ohne den Zwang der Reform, wäre es vermutlich nie so weit gekommen, Althengstett, Neuhengstett und Ottenbronn unter einem Verwaltungshut zu vereinigen.
 
Im Kern war es aber eigentlich keine schlechte Entscheidung. Nur so - gemeinsam - konnten sich die 3 Orte zu dem entwickeln, was sie heute sind, nämlich in vieler Hinsicht attraktive, lebendige Wohnorte mit guter Infrastruktur.
 
Eine sehr große Mehrheit der Ortschaftsräte und Heute der Gemeinderat, haben sich nun für die Abschaffung der unechten Teilortswahl ausgesprochen.
 
Diese Entscheidung war diesmal vollkommen freiwillig und sie ist nicht leichtfertig gefallen. Nach vielen Beratungen und Abwägung war es am Ende eine bewusste Entscheidung, die auf den guten Erfahrungen und Vertrauen basiert, das sich im Laufe der Jahre entwickelt hat.  
 
Das hat zwar 43   Jahre gedauert, aber nun ist klar, dass nun kommunalpolitisch das Wohl der Gesamtgemeinde Althengstett auch formal in den Vordergrund gerückt ist. Und das dies untrennbar damit verbunden bleibt, dass die Charaktere, die Bedürfnisse und Interessen der Teilorte stets gewahrt werden, u.a. durch  eine Hauptsatzung, die einen gestärkten Ortschaftsrat sicherstellt.
 
Der 43 Jahre alte Zopf, der Vieles kompliziert und wenig besser gemacht hat, ist nun weg. Dies ist ein Grund zur Freude, die Bürde der Kreisreform ist überwunden. Der 20.12.2017 - er ist ein historischer Tag für Althengstett.

 
 

Saskia Esken, MdB

Die SPD im Kreis Calw

 

 

 

 

 

 

Besucher

Besucher:833399
Heute:38
Online:1